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Über die Galerie

Die Abgrundgalerie

Die Abgrundgalerie ist keine Sammlung. Sie ist ein Verfahren. Wir öffnen berühmte und obskure Werke der Kunstgeschichte und zeigen, was Jahrhunderte lang im Hintergrund stand: das Verstörende, das Versteckte, das Makabre. Dinge, die der Maler wusste und vor denen er den Betrachter nicht warnte.

Wir arbeiten wie ein antiquarischer Verlag des späten 19. Jahrhunderts: mit Ruhe, mit Genauigkeit und mit der Annahme, dass unser Publikum lesen kann. Jedes Werk wird einzeln behandelt, nicht zusammengetragen. Jeder Druck trägt auf der Rückseite eine Anmerkung der Galerie. Handgesetzt, nicht algorithmisch erzeugt.

Wir veröffentlichen drei Dinge: Drucke (in der Editio), Empfehlungen (in der Bibliothek) und längere Essays (im Journal). Wir verkaufen nichts, das wir nicht selbst an die Wand hängen würden.

Wer die Galerie betritt, betritt einen Raum nach Schließung. Es brennt nur eine Lampe. Sie steht auf dem Pult, an dem der Direktor schreibt. Bleiben Sie stehen, solange Sie wollen.

Editio Prima · MMXXVI

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