Hans Holbein
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Jan van Eyck · 1434 · National Gallery, London
Editio Prima
„Im konvexen Spiegel hinter dem Paar stehen Figuren, die nicht im Raum sind."
Die Galerie öffnet
Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Brügge, 1434. Jan van Eyck malt ein Paar in einem Schlafgemach. Ein Mann, eine Frau. Sie hält seine Hand. Über ihnen ein Spiegel mit konvexer Wölbung.
Der Spiegel ist das Geheimnis. In seiner Reflektion stehen nicht zwei Figuren, sondern vier. Zwei sind das Paar, das wir frontal sehen. Die beiden anderen stehen, wo wir, die Betrachter, stehen. Eine davon trägt einen blauen Turban. Die Quellen seiner Zeit nennen ihn: Jan van Eyck.
Über dem Spiegel steht in lateinischen Lettern: Johannes de Eyck fuit hic. Jan van Eyck war hier. 1434.
Das Bild gilt als das früheste signierte Selbstporträt eines Künstlers in einem fremden Bild. Aber es ist mehr.
Costanza Trenta, vermutete Frau Arnolfinis, starb im Februar 1433. Das Bild ist von 1434. Die Kerze im Kronleuchter brennt einzeln, bei Tageslicht. In der mittelalterlichen Bildsprache: Anwesenheit eines Toten. Vielleicht hat Jan van Eyck kein Hochzeitsbild gemalt. Vielleicht eine Totengedenkung.
Was die Galerie bemerkt
Im konvexen Spiegel im Hintergrund stehen zwei Figuren, die nicht im Raum sind. Eine davon ist Jan van Eyck selbst.
Über dem Spiegel die lateinische Inschrift: Johannes de Eyck fuit hic. Jan van Eyck war hier. 1434.
Die Kerze im Kronleuchter brennt einzeln. Bei Tageslicht. Symbol der göttlichen Anwesenheit. Oder: Symbol für einen Toten im Raum.
Costanza Trenta, die mutmaßliche Braut, starb im Februar 1433. Das Bild ist von 1434. Vielleicht ist es ein Memorial, kein Hochzeitsbild.
Der Hund zu Füßen war damals Symbol der Treue. Aber auch Begräbnis-Gefährte des Verstorbenen.
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