Im Vordergrund: Satan auf einem flammenden Thron, eine Versammlung höllischer Heerführer im Halbkreis um ihn. Im Hintergrund: ein Palast aus glühender Architektur, der über einem brennenden Tal aufragt. Die Säulenreihen, die Türme, die spitzen Bögen.
Was Martin malte, war keine reine Phantasie. Es war eine direkte Replik des Londoner Houses of Parliament. Zur Entstehungszeit des Gemäldes wurden sie nach dem Brand von 1834 gerade neu im neogotischen Stil errichtet. Charles Barry und Augustus Pugin lieferten die Pläne. Martin sah sie. Und übersetzte sie in Hölle.
Dass keiner seiner Zeitgenossen den Bezug öffentlich anmerkte, ist die eigentliche Pointe. Vielleicht war die Verbindung zu offensichtlich, um ausgesprochen zu werden.
Das Werk hängt heute im Louvre. Das Parlament steht noch. Beide unverändert.