Blake war Kupferstecher. Mit vierzehn lernte er, Linien in Kupferplatten zu schneiden. Stundenlang. Präzise. Es war die Disziplin, die ihn vor dem Wahnsinn bewahrte. Oder ihn in den Wahnsinn trieb, je nachdem wen man fragte.
Mit vierundzwanzig heiratete er Catherine Boucher. Eine Analphabetin. Sie konnte ihren eigenen Namen nicht schreiben. Blake brachte es ihr bei. Er brachte ihr alles bei. Auch das Sehen.
Zwischen 1805 und 1810 malte er vier Versionen seines Großen roten Drachen. Drei zeigen das Monster frontal. Die Brooklyn-Version zeigt es von hinten. Du stehst hinter dem Drachen. So nah, dass du seine Schulterblätter sehen kannst. So nah, dass du ihn berühren könntest.
Catherine sagte später, sie habe seine Visionen manchmal mit gesehen. Niemand wusste, ob er verrückt oder ein Seher war. Niemand weiß es bis heute.