Hans Holbein
Oskar Bätschmann · Pascal Griener · C.H. Beck
Das Standardwerk zum Maler, der den Tod direkt vor unseren Augen versteckte.
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William Blake · ca. 1805 · Brooklyn Museum, New York
Editio Prima
„Ein Vierjähriger sieht Gott am Fenster. Mit neun spricht er mit Engeln in den Bäumen. Er malt, was er sieht."
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Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Blake war Kupferstecher. Mit vierzehn lernte er, Linien in Kupferplatten zu schneiden. Stundenlang. Präzise. Es war die Disziplin, die ihn vor dem Wahnsinn bewahrte. Oder ihn in den Wahnsinn trieb, je nachdem wen man fragte.
Mit vierundzwanzig heiratete er Catherine Boucher. Eine Analphabetin. Sie konnte ihren eigenen Namen nicht schreiben. Blake brachte es ihr bei. Er brachte ihr alles bei. Auch das Sehen.
Zwischen 1805 und 1810 malte er vier Versionen seines Großen roten Drachen. Drei zeigen das Monster frontal. Die Brooklyn-Version zeigt es von hinten. Du stehst hinter dem Drachen. So nah, dass du seine Schulterblätter sehen kannst. So nah, dass du ihn berühren könntest.
Catherine sagte später, sie habe seine Visionen manchmal mit gesehen. Niemand wusste, ob er verrückt oder ein Seher war. Niemand weiß es bis heute.
Was die Galerie bemerkt
Mit vier sah er Gott am Fenster. Mit neun sprach er mit Engeln in den Bäumen. Mit neunundsechzig sang er auf dem Sterbebett, weil er sah, was ihn erwartet.
Blake malte keine Imagination. Imagination, sagte er, ist die kreative Kraft des Geistes. Vision ist etwas anderes. Vision ist objektive Realität.
Die Brooklyn-Version zeigt den Drachen von hinten. Du stehst als Betrachter direkt hinter dem Monster. Du siehst, was die Frau sieht. Kein anderer Maler hat das je gewagt.
Sein toter Bruder Robert kam ihn besuchen. Blake schwor, Robert habe ihm die Drucktechnik gezeigt, mit der er später seine Bücher fertigte.
Catherine, seine Frau, war die einzige andere Zeugin seiner Visionen. Auf die Frage, ob sie real seien, antwortete sie immer: Mein Mann sagt es. Das genügt mir.
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