
Liebe, Tod und Teufel · Die schwarze Romantik
Mario Praz · Carl Hanser
Goya, Blake, Symbolisten, Decadence. Das Standardwerk zur Dunkelheit zwischen 1780 und 1900.
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Max Beckmann · 1918-1919 · Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Editio Prima
„Drei Männer brechen in eine Wohnung ein. Der Krieg ist vorbei. Die Gewalt ist gekommen, um zu bleiben."
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Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Frankfurt, 1918-1919. Max Beckmann malt eine Foltergroteske: drei Männer brechen in eine schlecht beleuchtete Wohnung ein. Einer hängt einen Mann an Stricken auf. Ein anderer würgt ein Kind. Im Hintergrund wird eine Frau halbnackt an einen Tisch gefesselt. Die Komposition ist schief, die Gesichter karikaturenhaft, die Farben gedämpft auf Schmutz-Olive und vergilbtes Knochenweiß.
Beckmann hat den Ersten Weltkrieg als Sanitäter an der belgischen Front erlebt. Er kam 1915 mit einem Nervenzusammenbruch zurück, lange Krankenhausaufenthalte, eine zerstörte Vorkriegs-Karriere als Akademie-Maler. 'Die Nacht' ist sein erstes großes Bild nach dem Trauma — und das erste, das nicht mehr akademisch malen will.
1937 wird das Werk in der Berliner Nationalgalerie beschlagnahmt. Es wandert ins Depot der Aktion 'Entartete Kunst'. Im Sommer 1937 hängt es in München in der Schandausstellung gleichen Namens — neben Kirchner, Nolde, Dix, Klee. Drei Millionen Menschen sehen die Ausstellung. Es ist die meistbesuchte Kunstausstellung der deutschen Geschichte.
Beckmann emigriert einen Tag nach der Eröffnung. Erst Amsterdam, dann nach 1947 die USA. Er kehrt nie zurück. Stirbt 1950 in New York auf dem Weg zu seiner Lehrtätigkeit, bei einem Spaziergang Richtung Metropolitan Museum.
Das Werk gelangt nach Umwegen 1962 in die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf. Dort hängt es bis heute — als zentrales Zeugnis dessen, was die Nazis 'entartet' nannten: Bilder, die zu deutlich zeigen, was die Gewalt mit Menschen macht.
Was die Galerie bemerkt
Frankfurt, 1918-1919. Max Beckmann malt eine Foltergroteske: drei Männer brechen in eine kleine Wohnung ein. Sie hängen einen Mann an Stricken auf. Sie würgen ein Kind. Eine Frau wird gefesselt.
Beckmann hat den Ersten Weltkrieg als Sanitäter erlebt. Er kam mit einem Nervenzusammenbruch zurück. 'Die Nacht' ist sein erstes großes Bild nach dem Trauma.
Das Werk wird 1937 als entartet beschlagnahmt. Es wandert ins Depot der Aktion 'Entartete Kunst'. Hängt 1937 in München in der Schandausstellung.
Beckmann emigriert nach der Eröffnung der Münchner Ausstellung. Er kehrt nie nach Deutschland zurück. Stirbt 1950 in New York auf dem Weg zum Metropolitan Museum.
Kunstsammlung NRW kauft das Werk 1962. Es hängt heute in Düsseldorf — als zentrales Zeugnis dessen, was die Nazis 'entartet' nannten.
Im Raum



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