Hans Holbein
Oskar Bätschmann · Pascal Griener · C.H. Beck
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Caravaggio · 1610 · Galleria Borghese, Rom
Editio Prima
„Der Mörder malte sein eigenes Gesicht als enthaupteten Kopf. Ein Gnadengesuch in Öl."
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Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Rom, 1606. Caravaggio tötet einen Mann in einem Streit. Der berühmteste Maler Roms wird über Nacht zum meistgesuchten Verbrecher Roms. Das Urteil: Tod durch Enthauptung.
Er flieht. Neapel. Malta. Sizilien. Wieder Neapel. Vier Jahre lang. Immer ein Todesurteil im Nacken.
Dann malt er dieses Bild. Goliaths Kopf, gehalten am Haar, das Blut tropft, die Stirn eingeschlagen. Die Quellen seiner Zeit sind eindeutig: Das Gesicht ist Caravaggio selbst. Er hat sich gemalt als das, was die Justiz aus ihm machen sollte.
David hält den Kopf. Aber er triumphiert nicht. Sein Gesicht zeigt Ekel. Trauer. Mitleid. Manche Kunsthistoriker glauben, David ist ein Porträt von Caravaggios jungem Selbst. Andere: Cecco, sein Schüler und mutmaßlicher Geliebter.
Caravaggio schickte das Bild an Kardinal Scipione Borghese, den Neffen des Papstes. Es war ein Gnadengesuch in Öl. Die Begnadigung kam. Sie kam Tage zu spät.
Was die Galerie bemerkt
Caravaggio war auf der Flucht. Wegen Mordes zum Tode verurteilt. Vier Jahre lang.
Goliaths Kopf ist sein eigenes Gesicht. Er malte sich selbst als enthaupteten Sünder.
David triumphiert nicht. Sein Gesicht zeigt Ekel und Trauer. Manche Quellen: Es ist Cecco, Caravaggios Schüler und mutmaßlicher Geliebter. Der junge Mann, den er liebte, sein eigener Henker.
Auf der Klinge stehen Buchstaben. H-AS-OS. Latein: Humilitas Occidit Superbiam. Demut tötet Hochmut.
Caravaggio schickte das Bild an Kardinal Scipione Borghese. Die Begnadigung kam. Sie kam Tage zu spät.
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