Hans Holbein
Oskar Bätschmann · Pascal Griener · C.H. Beck
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Arnold Böcklin · 1880 · Kunstmuseum Basel
Editio Prima
„Fünf Versionen. Eine hing in Hitlers Reichskanzlei."
Die Galerie öffnet
Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Basel. 1880. Eine junge Frau namens Marie Berner kommt in das Atelier Arnold Böcklins. Ihr Mann ist gestorben. Sie ist Witwe. Sie möchte ein Bild zum Träumen, sagt sie.
Was Böcklin malt, ist eine Felseninsel mit dunklen Zypressen, vor weiß-blau-grünem Wasser. Auf der Insel: weiße Grabkammern, in den Felsen gehauen. Davor: ein Boot. Im Boot: ein Fährmann, eine weiß verhüllte Gestalt, ein Sarg.
Niemand sagt, wer die Frau ist. Niemand sagt, ob sie tot ist oder lebt. Niemand sagt, was geschieht, wenn das Boot die Insel erreicht.
Marie Berner kauft eine kleinere Version. Es bleiben vier weitere. Sigmund Freud hängt einen Druck in seiner Praxis auf. Lenin auch. Hitler kauft die dritte Version. Sie hängt in seiner Reichskanzlei.
Was sie alle dort sahen, wussten sie nicht zu sagen. Sie hängten es trotzdem auf.
Was die Galerie bemerkt
Marie Berner war jung verwitwet. Sie kam zu Arnold Böcklin und bat um ein Bild zum Träumen. Was Böcklin malte, war eine Insel der Toten.
Es gibt fünf Versionen. Die erste 1880 in Basel. Die dritte hängt heute in der Alten Nationalgalerie Berlin. Sie hing einst in Hitlers Reichskanzlei.
Sigmund Freud hatte einen Druck davon in seiner Praxis. Lenin auch. Hitler kaufte das Original. Drei Männer, die sahen, was Böcklin sah.
Im Boot steht eine weiß verhüllte Gestalt. Vor ihr ein Sarg. Hinter ihr ein Fährmann. Niemand sagt, was geschehen wird, wenn sie die Insel erreichen.
Das Bild wurde zur populärsten Reproduktion des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Es hing in deutschen Bürgerwohnungen. Es war kein Symbol des Todes. Es war ein Symbol der Ruhe.
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