Hans Holbein
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Théodore Géricault · 1819 · Louvre, Paris
Editio Prima
„Géricault studierte abgehackte Leichenteile in seinem Atelier, um die Farbe der Verwesung zu malen."
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Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Paris, 1819. Théodore Géricault, siebenundzwanzig Jahre alt, vollendet ein Gemälde von fast fünf mal sieben Metern. Es zeigt das Floß der Medusa.
Drei Jahre zuvor war die französische Fregatte Méduse vor der Westküste Afrikas auf einer Sandbank gestrandet. 400 Menschen an Bord. Die Offiziere und ihre Familien stiegen in die Rettungsboote. 147 Menschen wurden auf einem hastig gebauten Floß zurückgelassen. Dreizehn Tage später wurden 15 Überlebende geborgen. Sie hatten gemordet und gegessen.
Géricault recherchierte ein Jahr lang. Er interviewte zwei der Überlebenden. Er baute ein Modell des Floßes in seinem Atelier nach.
Er besorgte sich abgetrennte Körperteile aus Pariser Krankenhäusern. Er studierte die Farben der Verwesung. Tagelang. Wochenlang. Seine Freunde rochen den Tod, wenn sie ihn besuchten.
Die Hauptfigur, der schwarze Mann ganz oben auf dem Floß mit einem weißen Tuch, winkt einem Schiff am Horizont zu. Niemand weiß, ob das Schiff sie sah. Niemand weiß, wer überlebte. Géricault malte den Augenblick davor.
Was die Galerie bemerkt
Im Juli 1816 strandet die französische Fregatte Méduse vor Westafrika. 400 Menschen an Bord. Nur die Reichen kommen in die Rettungsboote. 147 werden auf einem Floß zurückgelassen.
Dreizehn Tage später werden 15 lebende Männer geborgen. Sie hatten Kannibalismus betrieben.
Géricault, 27 Jahre alt, beschließt das Bild zu malen, das Frankreich erschüttern wird. Er recherchiert ein Jahr. Er interviewt die Überlebenden.
Er besorgt sich abgehackte Körperteile aus Pariser Krankenhäusern. Er malt sie im Atelier, um die Farbe der Verwesung zu beobachten. Seine Freunde rochen den Tod, wenn sie ihn besuchten.
Die Hauptfigur, der schwarze Mann mit dem weißen Tuch, winkt einem Schiff am Horizont zu. Niemand weiß, ob das Schiff sie sah.
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