Hans Holbein
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Werk Nº 16
Artemisia Gentileschi · ca. 1620 · Galleria degli Uffizi, Florenz
Editio Prima
„Holofernes hat das Gesicht ihres Vergewaltigers. Judith hat ihres."
Die Galerie öffnet
Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Rom, 1611. Artemisia Gentileschi ist achtzehn Jahre alt. Sie ist die einzige Tochter eines bekannten Malers, Orazio Gentileschi. Er hat sie unterrichten lassen, statt sie zu verheiraten.
Agostino Tassi, ihr Lehrer in Perspektive, vergewaltigt sie in ihrem Atelier. Orazio verklagt ihn. Der Prozess dauert sieben Monate. Artemisia wird der Folter unterzogen, um die Wahrheit ihrer Aussage zu prüfen. Ihre Daumen werden zerquetscht. Sie hält an ihrer Aussage fest.
Tassi wird verurteilt. Er war einer der wenigen verurteilten Vergewaltiger im 17. Jahrhundert. Er saß nie ein.
Ein Jahr später malt Artemisia Judith, wie sie Holofernes enthauptet. Die Komposition ist gewalttätiger als jede männliche Darstellung des Themas. Judith zieht das Schwert. Sie hält den Kopf am Haar. Das Blut spritzt im Bogen.
Holofernes hat Tassis Gesicht. Judith hat Artemisias Gesicht. Sie malte das Motiv zweimal. Die zweite Version war noch radikaler. Beide Versionen wurden Jahrhunderte lang fälschlich ihrem Vater zugeschrieben.
Was die Galerie bemerkt
Artemisia Gentileschi war achtzehn, als ihr Lehrer Agostino Tassi sie vergewaltigte. Sie verklagte ihn. Sie wurde der Folter unterzogen, um ihre Aussage zu prüfen.
Tassi wurde verurteilt. Er war einer der wenigen verurteilten Vergewaltiger im 17. Jahrhundert. Er saß nie ein.
Ein Jahr nach dem Prozess malt sie Judith, wie sie Holofernes enthauptet. Holofernes hat Tassis Gesicht. Judith hat Artemisias Gesicht.
Die Komposition ist gewalttätiger als jede männliche Darstellung des Themas. Judith zieht das Schwert. Sie hält den Kopf am Haar. Das Blut spritzt im Bogen.
Sie malte das Motiv zweimal. Beide Versionen wurden Jahrhunderte lang fälschlich ihrem Vater zugeschrieben.
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