Hans Holbein
Oskar Bätschmann · Pascal Griener · C.H. Beck
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Diego Velázquez · 1656 · Museo del Prado, Madrid
Editio Prima
„Im Spiegel an der Rückwand stehen König und Königin. Sie stehen, wo der Betrachter steht."
Die Galerie öffnet
Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Madrid, 1656. Diego Velázquez ist Hofmaler Philipps IV. Er malt die Infantin Margarita Theresia mit ihren Hofdamen in seinem Atelier im Königspalast. Aber er malt mehr.
Im Spiegel an der Rückwand: zwei Gestalten, ein Mann und eine Frau. Es sind der König und seine Frau Maria Anna. Sie stehen außerhalb des Bildes, genau dort, wo wir, die Betrachter, stehen. Sie sind also wir. Oder wir sind sie.
Velázquez selbst steht links im Bild, mit Pinsel und Palette in der Hand. Auf seiner Brust ein rotes Kreuz. Das Kreuz war 1656 nicht da. Velázquez bekam den Orden erst drei Jahre später, kurz vor seinem Tod. Manche Quellen sagen, der König selbst habe das Kreuz nachträglich auf das Gemälde gemalt.
In der hinteren Tür steht eine Gestalt im Türrahmen. Sie schaut zurück. Sie verlässt den Raum. Bei Velázquez ist das nie zufällig. Es ist die Figur, die den Moment verlässt, an den wir uns erinnern.
Was die Galerie bemerkt
Velázquez malt sich selbst ins Bild. Mit Pinsel und Palette. Aber er malt nicht uns. Er malt etwas hinter uns.
Im Spiegel an der Rückwand stehen König Philipp IV. und seine Frau. Sie stehen, wo wir stehen.
Das rote Kreuz auf Velázquez' Brust war 1656 nicht da. Er bekam den Orden erst drei Jahre später. Manche Quellen: der König selbst habe das Kreuz nachträglich aufgemalt.
Die Figur in der hinteren Tür schaut zurück. Sie verlässt den Raum. Bei Velázquez nie zufällig.
Las Meninas ist kein Porträt der Infantin. Es ist ein Porträt der Frage: Wer schaut wen an, in welchem Bild, von welcher Zeit aus?
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