Hans Holbein
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Francisco de Goya · 1819–1823 · Museo del Prado, Madrid
Editio Prima
„Gemalt auf die Wand seines eigenen Hauses. Niemand sollte es sehen."
Die Galerie öffnet
Anmerkung der Galerie
die Galerie schreibt:
Francisco Goya war 73 Jahre alt, als er begann, seine eigenen Wände zu bemalen. Er war taub seit dreißig Jahren. Er hatte Krieg gesehen, Hungersnot, Folterungen der Inquisition. Er hatte als Hofmaler gedient und die Schrecken seines Landes dokumentiert. Aber das hier malte er für niemanden.
Sein Haus stand am Stadtrand von Madrid, jenseits des Manzanares. Es hieß La Quinta del Sordo, das Haus des Tauben. Goya wohnte dort allein. Er bemalte die Wände seines Esszimmers, seines Wohnzimmers, seines Schlafzimmers mit vierzehn Bildern, die heute die Schwarzen Gemälde heißen.
Saturn verschlingt seinen Sohn hing direkt im Esszimmer. Goya saß jeden Tag davor, wenn er aß. Er hat nie über die Bilder gesprochen.
1873 wurden die Wände abgetragen und die Gemälde auf Leinwand übertragen. Saturn überlebte. Andere Werke gingen verloren. Das Haus existiert nicht mehr.
Was die Galerie bemerkt
Goya war 73. Taub seit dreißig Jahren. Allein in seinem Haus am Stadtrand von Madrid. Das Haus hieß Quinta del Sordo. Das Haus des Tauben.
Er malte vierzehn Bilder direkt auf die Wände seines Hauses. Saturn verschlingt seinen Sohn hing im Esszimmer.
Goya hat nie ein Wort über diese Bilder verloren. Sie sind nicht signiert. Es gibt keine Titel von seiner Hand. Wir wissen nicht, warum er sie malte.
Vierzig Jahre nach seinem Tod löste man die Bilder von den Wänden und übertrug sie auf Leinwand. Saturn überlebte den Transport. Andere Bilder gingen dabei verloren.
Heute hängt Saturn im Prado. Hinter Glas. Eine kleine Hinweisplakette darunter erklärt nichts.
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